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„Zeitfenster“ – Sonderausstellung 2020

Die Eröffnung dieser Sonderausstellung, die wieder zeitlich begrenzt ca. ein Jahr zu sehen sein wird, ist für Donnerstag, 28. Mai 2020 geplant.

Ziel dieses Projektes soll sein, jungen und älteren Mitbürgern und auch unseren Gästen bewusst zu machen, wie sensibel unsere Ressourcen sind und wie wertvoll unser Lebensraum ist.  Welche vergangenen Landschaftsbilder, Traditionen und Wissen sollen bewahrt bleiben und was muss für eine lebenswerte Zukunft transferiert, verändert und angepasst werden?

Vor 200 Jahren, im Jahre 1819 wurde erstmals ein Hauptgipfel des Dachstein, der schwierige Torstein, zum ersten Mal bestiegen. Der Berg ist immer noch der gleiche, nur unterhalb davon hat sich einiges verändert.

Es liegt auf der Hand, die Gegebenheiten von damals mit den heutigen Verhältnissen zu vergleichen und unter die Lupe zu nehmen. Vor allem in den letzten 50 bis 100 Jahren hat sich die wirtschaftliche und gesellschaftliche Struktur unseres Ortes grundlegend verändert.  Diese Prozesse werden im Alltagsleben gar nicht so richtig wahrgenommen und die Auswirkungen für die Zukunft sind nicht so ohne weiteres abschätzbar.

Besonders markant sind die Veränderungen in der Landwirtschaft: einerseits ist nach wie vor ein Teil der Bevölkerung mit der Landwirtschaft verbunden, andererseits haben die allseits bekannten Veränderungen den Tourismus als treibende Wirtschaftskraft etabliert, und damit einhergehend, beträchtliche Veränderungen im Aussehen der Landschaft bewirkt; einer Landschaft, auf die wir ja stolz sind und die in vielerlei Hinsicht auch unser Kapital ist. Vor allem die großflächige Verbauung unserer einzigartigen Hochfläche kommt zusehends an ihre Grenzen.  Dabei gehen nur die Pflege der Kulturlandschaft mit einer positiven Entwicklung der Tourismuswirtschaft Hand in Hand.

Wir wollen diese Entwicklungen in der neuen Sonderausstellung „Zeitfenster“ darstellen und beschreiben. Zu diesem Zweck werden an markanten Punkten unserer Gemeinde Tafeln in Holzrahmen aufgestellt und Vergleiche zu verschiedenen gesellschaftlichen, landschaftlichen und kulturellen Themen angestellt. Natürlich gibt es dazu im Museum wieder eine vertiefende Darstellung in Wort und Bild.

Das Projekt wird von Gemeinde, Tourismusverband und Museumsverein mit finanzieller Unterstützung des Landes Steiermark und der Europäischen Union gemeinsam getragen und vom bereits bestens bekannten Geograf und Regionalentwickler für Landschaftsprojekte in Gebirgsräumen, Hannes Hoffert-Hösl, ausgearbeitet.